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Unsere Heilpflanze des Monats April : 

Die Kamille - Matricaria recutita

 

  

Die Kamille war bereits den alten Ägyptern als Heilpflanze bekannt und ist während der Antike und im Mittelalter bis heute von Bedeutung.

 

Verwechslungen und der synonyme Gebrauch der Gattungsnamen Anthemis, Chamomilla und Matricaria führten teilweise zu verwirrenden Bezeichnungen. So werden z.B. unter "chamomillae flos" die Blüten der Römischen Kamille (Anthemis nobile) verstanden. Ursprünglich glaubte man, Dioskurides verwendete für die Kamille den Namen "Mutterkraut", es war dies jedoch eine Bezeichnung für Tannacetum parthenium, einer Chrysanthemenart, die heute auch Mutterkraut heißt.


Da die Kamille heutzutage praktisch ausschließlich aus Kulturen stammt, sind Verunreinigungen durch die stinkende Hundskamille (Anthemis cotula), die ein stark allergenes Potenzial besitzt, kaum mehr möglich und somit ist die Auslösung von Allergien selten geworden.

 

Der im Lebensmittelhandel angebotene Kamillentee enthält neben den Blüten meist auch Kraut und ist daher von minderer Qualität.



Woher kommt der Name?
Der Name Matricaria leitet sich von dem lateinischen Wort matrix = "Gebärmutter" ab und bezieht sich auf die häufige Verwendung der Kamille bei Frauenleiden. Kamille ist das verkürzte deutsche Wort vom lateinischen Chamomilla. Chamomilla selbst stammt von der griechischen Bezeichnung der Pflanze "chamaimelon" durch Dioskurides und Plinius ab, das durch chamai = "niedrig" und melon = "Apfel" zusammengesetzt ist und auf den apfelähnlichen Geruch der Kamillenblüten hinweist.

 


Wo kann die Kamille helfen?
Vor allem wässrig-alkoholische Auszüge aus Kamillenblüten enthalten das ganze Spektrum wirksamer Inhaltsstoffe und werden innerlich bei Krämpfen und entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt wie z.B. Magenschleimhautentzündungen angewandt.

Traditionell werden Kamillenblütenextrakte auch als leichtes Beruhigungsmittel zur Behandlung von Unruhezuständen und Nervosität empfohlen.

Äußerlich angewandt helfen sie in Form von Bädern, Spülungen oder Cremes bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute.

Bei Reizzuständen der Atemwege und Erkältungskrankheiten kann eine Inhalation Erleichterung bringen.

Obwohl die Wirkungen schon lange in der Erfahrungsheilkunde bekannt sind, finden sich bis jetzt kaum klinische Untersuchungen, die eine Wirksamkeit wissenschaftlich nachweisen können.

 


Worauf ist unbedingt zu achten?
Obwohl die echte Kamille selbst ein nur geringes allergieauslösendes Potential besitzt, kann eine Kreuzreaktion mit anderen Vertretern der Korbblütlerfamilie nicht ausgeschlossen werden. Personen mit Überempfindlichkeit z.B. gegenüber Arnika, Ringelblume oder Schafgarbe sollten daher Kamillenprodukte meiden.

Auf eine Anwendung im Bereich der Augen sollte wegen möglicher Reizerscheinungen verzichtet werden.

 

 

 Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
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