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Unsere Heilpflanze des Monats Januar und Februar: 

Der Hafer - Avena sativa                           Heilpflanze des Jahres 2017

 

 

Hafer ist reich an Vitaminen, Eiweißen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Er findet deshalb als Schonkost sowie im Rahmen von Diät- und Bioprodukten eine breite Anwendung.

 

Viele Naturheilkundler weisen dem Inhaltsstoff Avenin eine beruhigende Wirkung zu und raten zu Hafertropfen, -tee und -bädern bei Unruhe, Angespanntheit oder Schlafproblemen.

 

Darüber hinaus werden dem in Haferfasern enthaltenen Beta-Glucan cholesterinsenkende Eigenschaften zugeschrieben. Beta-Glucan soll das Ausscheiden von Cholesterin über die Galle fördern und somit Herzleiden vorbeugen.

Des Weiteren gibt es Hinweise, dass Beta-Glucan das Wachstum von Lactobacillus-Stämmen unterstützt und so die Darmflora kräftigt. Ein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis für Hafer steht jedoch noch aus.


Charakteristik
Hafer ist ein einjähriges Süßgras, dessen Anbau als Kulturpflanze weit verbreitet ist. Die Halme erreichen eine Höhe von 60-100 cm, sind glatt und kahl. Das Getreide wächst aufrecht und trägt in den Sommermonaten eine grüne Blüte. Je zwei bis vier Blüten bilden zusammen eine Ähre. Die einzelnen Ähren sind wiederum an kleinen Ästchen angeordnet und formen eine Rispe (Doppeltraube) von 15-20 cm Länge. Medizinisch verwendet werden die Körner und Früchte, das Haferkraut und Haferstroh.

Es sind verschiedene Zubereitungen und Fertigpräparate erhältlich. In Apotheken kann man eine homöopathische Urtinktur namens Avena sativa beziehen. Das Homöopathikum wird aus frischem, blühenden Hafer bereitet.


Anwendungsbereiche
Haferfrüchtezubereitungen: bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wie Verstopfung oder Durchfall, erhöhten Cholesterinwerten, Gallen- und Nierenleiden, körperlicher Schwäche und Erschöpfung, Rheuma Haferkrautzubereitungen: bei Anspannung, Angst und Nervosität, Schlaflosigkeit, als Aufbau und Kräftigungsmittel Haferstrohzubereitungen: als Wickel, Auflagen und Bäder bei Hauterkrankungen mit Juckreiz, kalten und übermüdeten Füßen; zur inneren Anwendung bei Husten, Blasenleiden und Rheuma In der Homöopathie: bei Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen
In Lebensmitteln: als Schonkost und Diätetikum

Sonstige Verwendung: als Zusatz in Naturkosmetika und Futtermittel in der Landwirtschaft

 

Dosierung
Homöopathie: 5-10 Tropfen, 1 Tablette, 5-10 Globuli oder eine Messerspitze Verreibung ein- bis dreimal täglich Tee: 3 g Droge mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen und abseihen. Mehrmals täglich und/oder vor dem Zubettgehen trinken.

Bad: 100 g zerkleinerte Droge für ein Vollbad. Die Droge mit 3 Liter Wasser 20 Minuten kochen. Den Absud dem Bad zusetzen.

Zur Cholesterinsenkung: täglich mindestens 3 g lösliche Haferfasern verzehren. Diese sind in der Regel in 40 g Haferkleie oder 60 g Haferschrot enthalten.


Risiken und Nebenwirkungen:
Risiken bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind nicht bekannt. Ihr Apotheker berät Sie hinsichtlich der geeigneten Anwendungsdauer und Dosierung.

 

 

Quelle:

Sandra Göbel/T.Brendler, J. Gruenwald, C. Jaenicke
Bildrechte: MedPharm

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